„7 gewinnt“ – die Sommerfreizeit der Sektionsjugend

Angefangen hat alles mit der Idee eine gemeinsame Sommerfreizeit über alle Jugendgruppen hinweg zu veranstalten. Dann kam der Bundesjugendleitertag 2013 in Köln und mit ihm die Veröffentlichung der Filme der Create New Limits – Gewinner 2013. Wir, die Jugendleiter der Sektion, haben uns diese Filme angesehen und gedacht: „Das können wir auch!“.

Gesagt, getan, bei vielen Treffen, die von gutem Essen und der gemeinsamen Ideenfindung geprägt waren, entstand unser Konzept

„7 gewinnt“ : 7 Tage – 7 Aktivitäten – 7 Jugendleiter – 7 bis 27 Jahre.

Mit tatkräftiger Unterstützung der Jugendgruppen, Freunde, Eltern, Verwandten, … haben wir es geschafft uns über die Weihnachtsfeiertage 2013 auf den 1. Platz zu klicken. Die Freude war riesig, aber auf einmal war klar, jetzt geht die Arbeit erst richtig los. Innerhalb von 14 Tagen mussten wir Jugendleiter eine Kostenabschätzung und einen ungefähren Ablaufplan abgeben.
Rauchende Tastaturen, Telefone und Email Postfächer waren der Schlüssel zum Erfolg. Bald konnten wir ein Konzept vorweisen, das Allen gefallen hat.

Dann ging es an die Feinplanung, der Campingplatz in Sonthofen hat sich als besonders geeignet erwiesen. Zur Begutachtung sind wir mit Wohnmobil und Zelten über die Pfingstfeiertage nach Sonthofen gefahren um Zeltplatz, Klettergärten, Klettersteige, Canyoningbäche, die Iller und natürlich die Einkaufsmöglichkeiten zu erkunden.

Viele Treffen später und nach ein paar hektischen Tagen vor der Abfahrt ging es endlich los.

27 Teilnehmer und 7 Jugendleiter starteten am 02.08.2014 in aller Früh am Parkplatz der Pfarrei St. Quirin Richtung Sonthofen. Die Vorfreude war groß und alle gespannt, was kommen würde. Zuerst mussten die Zelte aufgebaut werden. Dabei haben alle zusammen geholfen und jeder wurde gebraucht.

Zur Belohnung ging es dann nach Bad Hindelang an die Ostrach in ein kleines Waldstück um die erste unserer Aktivitäten „Seilaufbauten“ zu starten. Wir bauten gemeinsam einen Parcour aus Slacklines, eine Brücke aus Seilen und Reepschnüren und ein paar weitere Seilspiele auf. Beim Begehen der Stationen konnten sich die Teilnehmer aus unseren verschiedenen Jugendgruppen ein bisschen kennenlernen.

Die weiteren Tage verbrachten wir in Kleingruppen, die nach Können und Erfahrungsgrad zusammengestellt waren. Jeden Tag war eine Gruppe für den Einkauf und eine andere für das Kochen zuständig. Auch wenn es heißt, viele Köche verderben den Brei, war unser Essen immer sehr lecker.

Bei der Aktivität „Klettersteig“ haben wir uns die verschiedenen Teile des Salewa Klettersteigs am Oberjoch vorgenommen. Zwei Gruppen hatten sehr viel Glück mit dem Wetter, während die dritte Gruppe das Vorhaben abbrechen musste, als ein Gewitter aufzog. Zurück auf dem Parkplatz am Oberjoch mussten die Schuhe ausgeleert werden, aber die Sonne nach dem Gewitter hatte immerhin die Klamotten wieder getrocknet. Die anderen Gruppen hatten mit drängelnden anderen Klettersteigern zu kämpfen, konnten den Klettersteig aber trotzdem genießen und hatten viel Spaß.

Dann ging es ins Wasser zum „Raften“. Die erste Gruppe wurde an die Einstiegsstelle gebracht und musste nun erstmal die Boote füllen. Um Zeit zu sparen haben wir die aufgeblasenen Rafts auf einem Anhänger transportiert, so dass sich die anderen drei Gruppen in die bereits aufgeblasenen Boote setzen konnten und vor jeder Partie nur noch ein bisschen Luft nachfüllen mussten. Und so ging es über ein paar Stromschnellen, Kehrwasser und eine Pirateninsel unter den neugierigen Blicken von Spaziergängern die Iller von Oberstdorf nach Sonthofen hinunter.  Das Gute am Raften ist, auch bei Platzregen wird man nicht viel nasser, als man eh schon ist.

Aus dem Wasser ging es unter die Dusche und am nächsten Tag aufs Radl zum „Mountainbiken“. Auch bei dieser Aktivität war der Wettergott nur zwei von drei Gruppen wohlgesonnen. Alle sind beim Einfahren im Übungsgelände dreckig geworden, aber nur eine Gruppe wurde vom Regen wieder sauber gespült. Die älteren Semester hatten zwar besseres Wetter, mussten aber zum Teil ein Schläfchen auf dem Gipfel einlegen.

Dann hatten wir genug vom Radl und sind zurück an den Fels und zum „Klettern“ im Klettergarten am Oberjoch. Das Klettern ließ sich trotz der allabendlichen Gewitterschauer gut durchführen. Jeder konnte sich ausprobieren, in sicherem Umfeld an Grenzen stoßen und die Theorie aus der Kletterhalle am Fels testen.

Schon haben wir uns wieder ins Nasse geworfen. Beim „Canyoning“ durften wir alle wieder vom Vortag oder der Vorgruppe feuchte Neoprenanzüge anziehen und bekamen dann wunderhübsche gelbe Höschen, die eigentlich Canyoninggurte heißen. So sind wir wie Wespen mit ein paar fehlenden Streifen in den Canyon eingestiegen. Es ging über 3 Abseilstellen, einige Rutschen, bei denen die schwereren Geschöpfe eindeutig einen Nachteil hatten, und ein paar Stellen mit „freiem Fall“ am Flusslauf entlang. Manch blauer Fleck wurde anschließend entdeckt und auch blaue Lippen konnten gesichtet werden. Dagegen gab es ein paar Gymnastikpausen und Extrasprünge ins kalte Nass.

Und schon war die Zeit um und wir mussten schweren Herzens bei strahlendem Sonnenschein unsere Zelte wieder abbauen, putzen, trocknen und anschließend verladen. Nachdem am Ende des Abbaus schon die 12 Uhr Glocke zu hören war, wurde kurzerhand die Aktivität „Bergsteigen“ als bereits beim Zu- und Abstieg zum Klettersteig erledigt deklariert und die erweiterte Mittagspause an den See verlegt. Beim gemeinsamen Baden verschwanden fast alle Essensreste in mehr oder weniger hungrigen Mäulern und spätestens da gab es einige Sonnenbranderscheinungen zu verzeichnen. Nach einer Abschlussrunde haben wir uns schweren Herzens auf die verschiedenen Fahrzeuge verteilt und den Heimweg nach München angetreten.

Auf dem Parkplatz der Pfarrei St. Quirin wurden die Anhänger ausgeladen, die Teilnehmer an ihre Eltern übergeben und diverse Fundstücke verteilt. Dann hieß es endgültig Abschied zu nehmen, aber schon am darauf folgenden Wochenende fand sich ein großer Teil der Teilnehmer wieder auf der Bühlerschen Terrasse zu einem gemeinsamen Grillabend ein. Ein Teil des Filmmaterials sorgte für ausgelassene Stimmung.

Im Zuge des Wettbewerbs “Create New Limits“ wurden uns Videokameras zur Verfügung gestellt, mit denen wir die Highlights unserer Sommerfreizeit festhalten konnten. Aus vielen Stunden Filmmaterial ist inzwischen ein Film entstanden. Die Premiere des Films war bei der 125 Jahrfeier der Sektion. Eine weitere „Ausstrahlung“ gab es während der Hüttenweihnacht der Sektionsjugend und nun ist er hier zu sehen: